Status quo 44

- August 2026,12 Jahre nach Schlauchmagen, 5 Jahre nach SASI-Umbau

26. August 2026

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Wiegetag

25. August 2026 = 94,1 kg

Ich habe ein unglaublich anstrengendes 1. Halbjahr hinter mir. So mussten wir in der Familie nicht nur einen Todesfall, sondern auch eine Phase einer beängstigenden gesundheitlichen Schwächung eines Familienmitgliedes samt darauffolgender Diagnose einer chronischen Nierenerkrankung hinnehmen.

Und wie ich nun einmal bin, statt innezuhalten und alles mit der gebotenen Ruhe anzugehen, bin ich in ein „ich muss alles noch besser und schneller machen“ abgestürzt.

Dabei habe ich sehr wohl gemerkt, dass ich am Limit kratze und vollkommen erschöpft bin. Doch satt weniger, so habe ich wie gewohnt reagiert und noch härter versucht allem gerecht zu werden, noch mehr zu machen und darüber hinaus auch noch in allem perfekter zu werden.

Selbst als sich dieser Erschöpfung in auffälligen Konzentrationsproblemen und mehreren kleinen Unfällen gezeigt hat, die ich mit dem Fahrrad hatte, Hosenbein in die Speiche gekommen, Gleichgewicht verloren usw., habe ich diese zwar wahr- aber nicht ernst genommen.

Anfang August hat dann eine vorsichtig gefahrene Kurve diesen selbstzerstörerischen Kurs gestoppt, in dem ich erneut mit dem Fahrrad das Gleichgewicht verloren habe und vom Gewicht des Rades umgeworfen wurde. Glück im Unglück mir ist der Unfall auf dem Arbeitsweg passiert. Das Problem, ich habe mir drei Beckenringfrakturen zugezogen und bin nun voraussichtlich für 3 Monate außer Gefecht gesetzt.

Mehr zum Thema findet sich hier à Artikel

Gesundheit

Zuvor war ich im Juni 2026 zu meiner alljährlichen Blutuntersuchung in meiner Adipositas-Praxis. Mein Gesamteiweißwert ist nach wie vor im Negativem, ebenso wie mein Vitamin K1- und mein Zink-Wert. Mein Vitamin B12-Wert ist weiter am Fallen und der Vitamine-Wert immer noch zu hoch.

Über meinen Vitamin-D3 Wert, der gerade so am Limit kratzt und seit Jahren nicht aus seinem Tief kommt, wurde in mit einem, da sei ja alles Ordnung, hinweg gegangen.

Interessanterweise ist nun auch mein Zink im Keller, von dem es im letzten Jahr noch hieß, ich solle das mit dem Zink sein lassen.

Ich wurde mit dem Hinweis entlassen, dass Multi-Präparat weiter zu reduzieren und das B12 und das K1 erhöhen.

Ich habe die Anweisungen so hingenommen, doch mir war schon nach dem Termin klar, dass hier etwas passieren muss.

Nahrungsergänzungsmittel

Nach dem frustrierenden Termin war ich darauf und dran alle Supplemente abzusetzen oder zumindest einmal für eine geraume Zeit zu pausieren. Dieser eher verzweifelte Versuch, war meine Idee meinen Vitamin- und Mineralhaushalt erst einmal „gerade zu ziehen“, um dann vielleicht nach den nächsten Blutwerten, wieder neu ansetzen zu können.

Angesicht der aktuellen Ereignisse und einer möglichen Osteoporose Diagnose, traue ich mich das nun jedoch nicht mehr. Dennoch, es erscheint mir nicht mehr sinnvoll immer mehr und mehr an Supplemente in mich hineinzuwerfen. Vielmehr frage ich mich mittlerweile, ob es sich hier nicht um so etwas wie eine Aufnahmestörung handelt, die verhindert, dass Nährstoffe und die teuren Supplemente überhaupt erst aufgenommen werden. Sobald ich wieder mobil bin, werde ich erneut einen Termin machen.

Medikamente

Der kurze Krankenhausaufenthalt, der dem Sturz gefolgt ist, hat mir gezeigt, dass ich ein Problem habe, sollte ich stärke Schmerzmittel benötigen als Paracetamol. Das Novalgin, das ich im Krankenhaus bekommen habe, habe ich überhaupt nicht vertragen. Zwar ließen sich damit die Schmerzen der Beckenringfrakturen gut aushalten, doch sobald ich zu Hause war, habe ich die Novalgin eigenmächtig gegen Paracetamol ersetzt und es ging mir deutlich besser.

Nach wie vor nutze ich 0,50 mg Wegovy, alle 5 Tage, und komme damit nach wie vor gut zurecht. Mehr zum Thema findet sich hier: à Artikel

Essen

Dank des Wegovys und einiger sehr guter Beratungstermine bei einer Ernährungsberaterin, habe ich im letzten Jahr angefangen mehr Struktur und Regelmäßigkeit in meiner Ernährung zu bringen. Das ich das geschafft habe rechne ich zu großen Stücken dem Wegovy zu, dass mir die Freiheit im Kopf geschenkt hat, die ich dazu gebraucht habe. Nach wie vor ist dieser Weg nicht einfach und immer wieder durch Probleme kennzeichnet, doch ich kann eine Entwicklung in die richtige Richtung erkennen und das fühlt sich wirklich gut an.

Bewegung

Tja, nun ist es wohl vorbei mit dem darüber reden in die Bewegung zu kommen. Noch fühle ich mich jung und beweglich genug, um wieder heilen zu können, wann immer mir die Osteoporose Knochenbrüche zuspielt, doch das kann schnell anders aussehen. Doch zunächst einmal läuft die Physiotherapie an.

Status quo

12 Jahre nach meiner Schlauchmagen-Operation ist das kaum noch ein Thema. Vielmehr scheint es nun darum zu gehen mit den Folgen bestmöglich umgehen zu lernen. 

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